Neues Mitglied bei SENS: PROXIMO
PROXIMO ist eine Genfer Non-Profit-Organisation, die eine Brücke zwischen Universität und Arbeitswelt schlägt. Studierende und Hochschulabsolvent:innen sammeln in realen Kundenprojekten wertvolle Praxiserfahrung und werden gezielt auf den Berufseinstieg vorbereitet. Gleichzeitig unterstützt Proximo KMU, Selbstständige und Organisationen mit professionellen Dienstleistungen in Bereichen wie Kommunikation, Strategie, Recht und Digitalisierung. So schafft die Organisation einen Mehrwert für junge Talente und stärkt gleichzeitig die lokale Wirtschaft.
SENS Suisse heisst PROXIMO als neues Mitglied herzlich willkommen und freut sich über den Austausch im Netzwerk.
Interview mit Dario Clerc, Präsident von PROXIMO
Welche gesellschaftliche Wirkung will PROXIMO erzielen und wo siehst du das Unternehmen diesbezüglich in 5 Jahren?
Unsere gesellschaftliche Wirkung ist zweigeteilt: Wir bekämpfen die prekäre Lage von Studierenden, indem wir ihnen eine erste wertschätzende und bezahlte Berufserfahrung bieten, und machen gleichzeitig professionelle Dienstleistungen für kleine lokale Unternehmen (KMU, Selbstständige) zugänglich, die sich große Beratungsunternehmen nicht leisten können. In fünf Jahren wollen wir dieses Modell des „solidarischen Junior-Unternehmens“ in Genf etablieren und auf andere Schweizer Kantone ausweiten, um ein nationales Netzwerk vertrauensvoller Ökosysteme aufzubauen, die von und für junge Menschen verwaltet werden.
Welche Potenziale siehst du im wirkungsorientierten / sozialen Unternehmertum?
Für uns ist wirkungsorientiertes Unternehmertum keine Option, sondern die Zukunft der Wirtschaft. Es beweist, dass man Marktmechanismen und operative Disziplin nutzen kann, um ein gesellschaftliches Problem zu lösen (die berufliche Eingliederung junger Menschen und die Unterstützung vor Ort). Dank unternehmerischer Agilität lassen sich konkrete Lösungen viel schneller testen als in staatlichen Strukturen, wodurch ein wirtschaftlicher Wert geschaffen wird, der zu 100 % lokal und solidarisch bleibt.
Worin bestehen für PROXIMO die Herausforderungen in der Gegenwart, und mit welchen Herausforderungen rechnest du in der Zukunft?
Unsere unmittelbare Herausforderung besteht darin, die traditionellen Genfer KMU davon zu überzeugen, ihre Vorurteile zu überwinden und den jungen Akademikern strategische Aufgaben wie die digitale Transformation oder das Prozessmanagement anzuvertrauen. Für die Zukunft wird die Herausforderung darin bestehen, unser hohes Niveau an operativer Exzellenz und bei der Auswahl der Profile aufrechtzuerhalten und gleichzeitig unser Geschäftsvolumen zu steigern, ohne dabei jemals unsere persönliche Nähe zu unseren Kunden aus den Augen zu verlieren.
Was ist die Intention von PROXIMO sich als Mitglied bei SENS anzumelden? Welche Vorteile siehst du als Mitglied?
Mit dem Beitritt zu SENS Schweiz möchte Proximo in erster Linie sein Geschäftsmodell bei Gleichgesinnten validieren und eine offizielle Anerkennung als Akteur der Impact-Wirtschaft erlangen. Wir möchten unsere bewährten Praktiken mit anderen Sozialunternehmern austauschen, aber auch Möglichkeiten für unternehmensübergreifende Partnerschaften (Buy Social Europe B2B) finden. Die Mitgliedschaft bei SENS verschafft uns die nötige Glaubwürdigkeit, um mit öffentlichen und privaten Institutionen in der Schweiz in Dialog zu treten.
Herzlichen Dank für das Interview!
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