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Buy Social am Impact²: Wirkung, die isch lohnt

23. September 2026SENS-News, Veranstaltungen, Wirkung
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Am IMPACT² in der Festhalle Bern kamen Akteur:innen zusammen, die sich mit Wirkung, nachhaltigem Wirtschaften und neuen Lösungsansätzen auseinandersetzen. SENS war nicht nur vor Ort, sondern gestaltete mit der Session «Buy Social – Wirkung, die sich lohnt» auch einen eigenen Programmpunkt.

Im Zentrum stand eine eigentlich alltägliche unternehmerische Tätigkeit: der Einkauf. Denn Unternehmen beschaffen laufend Produkte und Dienstleistungen – von Textilien und Werbemitteln über Catering bis hin zu Kommunikation, IT oder industriellen Dienstleistungen. Mit Buy Social kann dieses ohnehin vorhandene Einkaufsvolumen gleichzeitig gesellschaftliche Wirkung entfalten.

Buy Social in der Praxis

Wie das konkret funktionieren kann, diskutierten wir gemeinsam mit Annik Müller von IKEA Schweiz und Thomas Wuillemin von der BAND Genossenschaft.

Annik Müller brachte die Perspektive eines einkaufenden Unternehmens ein und zeigte auf, welches Potenzial in der Zusammenarbeit mit wirkungsorientierten Lieferant:innen steckt. Thomas Wuillemin ergänzte die Perspektive aus der Praxis eines Social Enterprise und teilte Erfahrungen zur Umsetzung, zum Mehrwert, aber auch zu den Herausforderungen einer solchen Zusammenarbeit.

Damit wurde deutlich: Wirkungsorientierte Beschaffung ist mehr als eine zusätzliche Nachhaltigkeitsmassnahme. Sie bietet Unternehmen die Möglichkeit, bestehende Beschaffungsprozesse als Hebel für Wirkung zu nutzen und gleichzeitig langfristige Partnerschaften mit wirkungsorientierten Unternehmen aufzubauen.

Vom Zuhören ins Handeln

Uns war wichtig, Buy Social nicht nur theoretisch zu diskutieren. Deshalb waren auch die Teilnehmenden gefragt: Im interaktiven Austausch konnten sie ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen einbringen und überlegen, wo in ihrem Unternehmen konkrete Möglichkeiten für wirkungsorientierte Beschaffung bestehen.

Als Take-away gab es deshalb keinen klassischen Flyer, sondern einen persönlichen «Einkaufszettel für maximale Wirkung». Darauf konnten die Teilnehmenden festhalten, welches Produkt oder welche Dienstleistung sie künftig bei einem Social Business beschaffen könnten, welches Angebot sie genauer prüfen möchten und welchen konkreten nächsten Schritt sie angehen wollen.

Denn der Einstieg in Buy Social muss nicht kompliziert sein. Manchmal beginnt er mit einer einfachen Frage: Was kaufen wir ohnehin ein – und könnten wir genau damit zusätzlich Wirkung schaffen?

Wirkung, die sich lohnt

Die Gespräche am IMPACT² haben einmal mehr gezeigt, welches Potenzial in der Verbindung von klassischer Wirtschaft und der Social Economy steckt. Damit Buy Social funktioniert, braucht es beides: wirkungsorientierte Unternehmen mit marktfähigen Produkten und Dienstleistungen – und Unternehmen, die bereit sind, ihre Beschaffung auch als strategischen Hebel für gesellschaftliche Wirkung zu verstehen.

Ein grosses Dankeschön an Annik Müller von IKEA Schweiz und Thomas Wuillemin von BAND für die Einblicke und den gemeinsamen Austausch sowie an alle Teilnehmenden, die sich in unseren Sessions eingebracht haben.